Es wird wieder gebaut! Aufruf zum Workshop im September

Bitte anmelden unter: contact@dielaube.org oder contact@fatkoehl.com

Infotreffen am Montag, 10:00 in der Laube im Prinzessinnengarten!

 

 

Erst Berlin, dann 10 weitere Jahre unterwegs: die Laube geht auf Reisen:

An Atlas of Commoning: Orte des Gemeinschaffens

Facebook, Airbnb & Co., deren Geschäftsmodell auf der Kommerzialisierung sozialer Beziehungen beruht, haben Begriffe wie Community oder Sharing in leere Worthülsen verwandelt. Konzepte wie "Wir" oder "Teilen" stehen nicht mehr für Solidarität oder eine progressive gesellschaftliche Agenda, sondern bilden die Grundlage des aufkommenden Plattformkapitalismus. Begleitet wird diese ökonomische Entwicklung von einer weltweiten politischen Wende, die sich aus überkommenen Gemeinschaftsvorstellungen von Identität und Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Diskriminierung speist. 

Vor diesem Hintergrund will das Ausstellungs- und Publikationsprojekt An Atlas of Commoning den offenen und emanzipatorischen Raum des Wir zurückerobern und neu definieren. Das Projekt fokussiert dabei auf städtische Gemeingüter, worunter hier die Schaffung und Bewirtschaftung (materieller und immaterieller) kollektiver Ressourcen und Räume als Grundlage demokratischer Teilhabe verstanden wird. Dies bringt die Wortneuschöpfung commoning beziehungsweise "gemeinschaffen" zum Ausdruck. 

Ausgangspunkt der Ausstellung bildet ein Atlas, ein visuelles Archiv mit vielfältigen Fallbeispielen aus Geschichte und Gegenwart. Der Atlas, der von ARCH+ in Zusammenarbeit mit der School of Architecture der Carnegie Mellon University erarbeitet wird, präsentiert zunächst 30 ausgewählte Projekte des Gemeinschaffens. Diese werden im Zuge der Ausstellungstournee an verschiedenen Orten unter Mitwirkung lokaler Akteure ergänzt und bilden so als offenes Wissensarchiv eine wertvolle Dokumentation lokaler Grassroots-Projekte. 

Der Atlas geht in eine vertiefte Untersuchung der drei thematischen Spannungsfelder Eigentum – Zugang, Produktion – Reproduktion sowie Recht – Solidarität über. Künstlerische Arbeiten eröffnen darüber hinaus weitere Zugänge zum Thema. Im Rahmen der Ausstellung erscheint eine Ausgabe von ARCH+, die einen weitreichenden Einblick in wichtige theoretische Positionen und praktische Beispiele gibt. 

Kuratorisches Team

Anh-Linh Ngo, Mirko Gatti, Christian Hiller, Max Kaldenhoff, Christine Rüb (ARCH+), Elke aus dem Moore (ifa), Stefan Gruber (CMU)

Forschungspartner

School of Architecture, Carnegie Mellon University Pittsburgh und Technische Universität Berlin, Institut für Architektur, Fachgebiet Prof. Rainer Hehl

Mit Beiträgen von 

Morehshin Allahyari & Daniel Rourke; Auroville; Brandlhuber+ Christopher Roth ; DAAR Decolonizing Architecture Art Residency; Theo Deutinger; Eureka; FATkoehl und Christian Burkhard; Granby Workshop by Assemble; Manuel Herz; Sandi Hilal, Philipp Misselwitz und Anne Misselwitz; Kotti & Co; Kuehn Malvezzi; Angelika Levi; Golan Levin und Shawn Sims; La Maloca Tukano; NLÉ Architects; PlanBude; Prinzessinnengarten; Martha Rosler; Harald Trapp und Robert Thum; Urban Think Tank; WiLMa19; Samson Young

Der Atlas of Commoning enthält zudem Arbeiten von: 
Atelier d’Architecture Autogérée; BARarchitekten; Campo de la Cebada; Silvia Carpaneto; Charles Fourier; Go Hasegawa and Associates; ARGE ifau und Heide & von Beckerath; Müller Sigrist Architects; Robert Owen; Refugee Accommodation and Solidarity Space City Plaza; ReGen Villages; Rural Urban Framework; Schneider Studer Primas; STEALTH.unlimited; Sungmisan Village; Zones Urbaines Sensibles; Zusammenarbeiter

Ausstellungsarchitektur: Stadelmann Schmutz Wössner Architekten, Berlin 
Ausstellungsgrafik: Heimann und Schwantes, Berlin

ifa